Alltägliche Belastungen des Immunsystems

Alltägliche Belastungen des Immunsystems

Der übersäuerte, wesensveränderte Mensch als gefährlichster Parasit der Erde – Synopsis einer Kulturentwicklung

Ein Vortrag von Dr. med. Karl Otto Jacob

Bei Erschaffung der Welt prägte Harmonie die Schöpfung. Nichts blockierte den göttlichen Energiestrom zur Kreatur. Nach dem Sündenfall durch Überschreitung der menschlichen Grenzen – er wollte dem Schöpfer ähnlich sein – wurde Adam und Eva als Buße aufgetragen: „Der Mann soll im Schweiße seines Angesichtes sein Brot verdienen, die Frau unter Schmerzen gebären“. Der Mensch, der Gott ähnlich sein wollte, sollte hierdurch nicht nur seine Verfehlung durch Läuterung abtragen. Es wurde ihm hilfreicher Beistand und Erlösung (vergl. Altes Testament) auf seinem Weg verheißen. Je nach dem wie die ausgestreckte Hand des Schöpfergottes und Erlösers in seinem Sohn angenommen wurde, entwickelten sich im christlichen Abendland der Einzelne und die Generationen im geschichtlichen Ablauf.

Mit Beginn der Renaissance, der sog. Neuzeit, der radikalen Entdeckung des Ichs entwickelte sich zunehmend eine egozentrische Individualität. Der Mensch versuchte, durch systematisierte naturwissenschaftliche Versuche immer mehr die Umwelt zu erkennen und in seinem Sinne umzugestalten. Grenzüberschreitend empfand er sich immer mehr selbst als Schöpfer. Immer mehr belächelt der Gegenwartsmensch das Verhalten der Vorfahren und die kulturellen Leistungen früherer Generationen oder er löscht sie völlig aus seinem Bewusstsein.  Seine Verdrängungstaktik bei Gegenwartsproblemen ist ebenso bewundernswert und grotesk wie sein eingeschränktes Erkenntnisvermögen für relativ einfache Zusammenhänge. Über Jahrzehnte werden Armierungseisen, z.B. an Betonbrücken zu oberflächlich gelegt mit Milliarden Folgeschäden, während römische Aquädukte sich noch schadlos und schön präsentieren. Bei der Grippeschutzimpfung mit Pistole wird Hepatitis B übertragen, zur alkoholischen Desinfektion nicht etwa ein Tupfer mit 2-wertigem Alkohol, sondern ein karzinogener Spray von Isopropylalkohol verwandt. Arzt und Patient atmen zugleich das krebserregende Lösungsmittel ein.  Am großflächig aufgetragenen Mercurochrom, einer hervorragend fungizid und bakterizid wirksamen Quecksilberlösung, verstarben Kinder. Die Depotbildung im menschlichen Organismus auch bei der Emission aus antiken Spiegeln und ihrem Holzrahmen oder der Quecksilbersäule bei der Blutdruckmessung mit dem Quecksilbermanometergerät wurde jahrzehntelang nicht registriert. Ich selbst habe in argloser Verkennung toxischer Wirkung Amalgamplomben von einem Zahnarzt erbeten. Diese lagen zusammen mit anderen „Mundmetallfragmenten“, verpackt in mehrere Plastikhüllen, neben meinem Arbeitsstuhl in der Praxis. Ich fuhr mehrfach zu einem Diplomingenieur nach Ansbach, um Spannungsmessungen zu machen (vergl. Antennenwirkung, elektromagnetisches Feld, galvanischer Strom). Dass ich selbst dabei enormen Mengen von Quecksilberdampf ausgesetzt war, entging meinem „Forscherdrang“. Die Amalgamplomben hätte ich in einem Glas aufbewahren müssen. Auch aus dem Mercurochrom in Plastikflaschen und aus dem Schamotteteil der neuerdings verordneten Energiesparlampen verflüchtigt sich das Quecksilber in die Luft und vergiftet uns über die Einatmung. Leider haben unsere Sinnesorgane kein Empfangsorgan für die geruchlosen Moleküle. Warum soll es uns aber besser gehen als den Römern, die ab dem 2. bis 3. Jahrhundert durch Bleirohre in die oberen Etagen ihrer Mietshäuser das Wasser leiteten und durch den Genuss hierbei infertil und  immungeschädigt wurden. 

Noch einige detaillierte Bemerkungen zum Amalgam. Es wird seit fast zwei Jahrhunderten zur Zahnsanierung verwandt. Die Hälfte des Quecksilbers wird innerhalb eines Jahres im Mund verdampft, durch die Alveolen aufgenommen, durch den Kreislauf in Organe und Bindegewebe transportiert und vor allem im Gehirn deponiert. Es wird auch in der Brustdrüse angereichert und durch diaplazentaren Übertritt in den Mutterkuchen in den Organismus des im Mutterleib heranwachsenden Kindes.

Außer den gravierenden Nebenwirkungen verschiedener Metalle im Mund ist als eigene Beobachtung zu erwähnen, dass etwa 70 % der röntgenuntersuchten Patienten mit multiplen Metallplomben im Oberkiefer an einer chronischen Nebenhöhlenentzündung (Verschattung) litten. Dies konnte ich immer wieder bei der Durchleuchtung und anhand der Aufnahmen feststellen.

Auch dürften elektromagnetischen Auswirkungen Einfluss auf die Aktionsströme des Gehirns haben. Auch wäre die Frage zu stellen, ob sie nicht mitverantwortlich sind für Morbus Alzheimer oder die Parkinson-Krankheit. Bei dem unbegrenzten Veränderungswillen und der mangelnden Fähigkeit, Akzente zu setzen, der Verdrängung oder Leugnung negativer Nebenwirkungen, wurde weltweit die Energiesparlampe verordnet, die nicht nur beim Zerbrechen Quecksilber freisetzt. Der Mensch als lern- oder lernunfähiges Wesen? So leistet der Mensch dauernd durch seine „Schöpfungsakte“ Beiträge, selbst zum Mülldepot zu werden.
Obwohl er durch Naturkatastrophen beständig an seine Grenzen erinnert wird und seine Abhängigkeit von Wind, Wasser, Feuergewalt und Temperatur erlebt, pflegt er weiter seine Selbstzerstörung und Hybris. Dies äußert sich für mich vor allem in außerirdischen Entdeckungen wie dem Urknall, der die Entstehung des gesamten Universums erklären soll. Auch entgegen jeglicher irdischer Erfahrung entstehen ganze Sonnensysteme aus dem Nichts. Dichtung oder Wahrheit?

Im religiösen Bereich existieren Hölle und Teufel kaum oder werden völlig geleugnet. Grenzenlose Phantasie?  Nach Sartre schafft sich der Mensch auf Erden selbst die Hölle. Jedenfalls ist es für mich eine harte Realität, dass wir in diesem sauren Jahrhundert immer unzufriedener, freudloser, aggressiver, bequemer, unruhiger und gereizter werden. Neue sog. Zivilisationskrankheiten entstehen, der Krebs nimmt zu und ebenso als Folge des Klimawandels und der Gewinnsucht der Tod von Millionen durch Verhungern oder durch Naturkatastrophen.

Auch für den Verhaltensforscher, Arzt und Nobelpreisträger Konrad Lorenz handelt der Mensch sündhaft (vergl. „Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“). Eine rasante Entwicklung und ein Abreißen der Tradition werden hierbei von ihm ursächlich an erster Stelle genannt. Nach Meinung des beliebten Tokioer Arztes Shioya  wird sich die Mutter Erde fast automatisch gegen das sündhafte und frevelhafte Verhalten der Menschen wehren („Der Jungbrunnen des Dr. Shioya“). Für Solschenizyn ist die zunehmende Gottesferne für diese negative Entwicklung in sämtlichen Kulturbereichen verantwortlich.

„Die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los“ – diese visionäre Schau von Goethe prägt zunehmend das Alltagsverhalten. Dieses veränderte Verhalten, seine Wesensveränderung lässt ihn selbst zum Entsorgungsfall werden. Die Israeliten hatten nur ein Goldenes Kalb- wir haben Tausende, die uns verführen.

Den Einachser, der bekanntlich den Römern als Streitwagen diente, haben wir in einen sich selbst bewegenden Zweiachser fortentwickelt. Er dient uns als Hochzeitskutsche, zum Transport für Waren, für die Fahrt zur Arbeit, zum Einkauf, zur Fahrt in den Urlaub, als Sport- und Rennwagen; häufig auch als Streitwagen. Durch drängelndes Auffahren, sinnloses Überholen und Rasen wird durch das neuzeitliche Allzweckgerät nicht nur die zwischenmenschliche Atmosphäre verpestet, sondern auch – je nach Abstand – das Immunsystem des Autofahrers. Stabilisiert das Automobil das gestörte Seinsbewusstsein und gestörte Selbstwertgefühl?
Es fehlt an einer neuen aktualisierten Bewusstseinsbildung. Auch hier die von K. Lorenz genannte Ursache: rasante Entwicklung, Traditionsabbruch.

Das 800 kg schwere Fortbewegungsmittel Pkw erzeugt mit CO, CO2, Schwefeldioxid, Stickoxid und Blei hochtoxische, teilweise karzinogene Schadstoffe. Als Disstress führt das Fahrverhalten zu Blutdruckerhöhung, einer sauren Stoffwechselreaktion im Menschen und auch in der Natur werden Luft, Wasser und Boden durch chemische Ansäuerung verändert. Sie bilden hierdurch den Nährboden für Pilzwachstum, wobei 90% der amerikanischen Bevölkerung an Darmmykose leidet, 60 % der Europäer. Auto-, Industrie- und Haushaltsschadstoffe führen zum Baumsterben, Schädlingsbefall an  Bäumen und Pflanzen, verminderter Qualität von Obst und Gemüse (vergl. reduzierter Ernährungswert, Mineralien, Vitamine, Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Immunabwehr- M. Hoffmann: „Vom Lebendigen im Lebensmittel“), äußerlich erkennbar an geringerem Aroma und zunehmender Fäulnisbildung.

Auch die leblose Natur leidet unter der mobilen Gesellschaft, indem jahrhundertealte Baudenkmäler zerstört werden oder beständig renoviert werden müssen. Bei 90 % der westlichen Bevölkerung besteht eine Übersäuerung des Stoffwechsels (Treutwein, Heine, Kult).

Auch in der Freizeitgestaltung wird die Umweltbelastung noch potenziert. Bei einem einzigen Überlandflug wird mehr Energie verbraucht als ein Mensch in seinem gesamten Leben für Wachstum und Stoffwechsel energetisch benötigt.

Der Mensch unterliegt immer mehr der großen Verführung eigene Schöpfungen anzubeten, bequem zu ge- und missbrauchen. Durch seine unzähligen Produkte entsteht ein neues Selbstbewusstsein,  indem der ewige Schöpfer verdrängt wird. Aber die von uns ummodulierte, veränderte Umwelt verändert uns selbst. Innere Unruhe und Reizüberflutung führen zu  Grundsatz-, Ziel- und Planlosigkeit, indem wir immer mehr aus der Ich-Mitte gerückt und damit ver-rückt werden.

Als Nebenwirkung chemisch-physikalisch bearbeiteter Rohstoffe werden bei der industriellen Produktion oder auch aus den Endprodukten Schadstoffe (Lindan, Weichmacher, aus recyceltem Verpackungsmaterial austretende Giftstoffe) freigesetzt, die ahnungs- und gewissenlos oder auch bewusst (Dioxin) in die Elemente Erde, Luft, Wasser und die lebende Natur über den Ernährungskreislauf gelangen. Hierbei ist – wie erwähnt – weniger tragisch als gerecht, dass der Schädling Nr. 1 selbst zum Entsorgungsfall, zum Mülldepot wird.
Doch nicht nur die industriellen Produkte im Alltag, 2 Stunden durchschnittliches Fernsehen, 2 ½ Stunden Computer-Surfen, Telefon-, Autobenutzung führen dazu, dass das Verhalten und Wesen des Menschen sich verändern. Zu bedenken ist, dass zu den 4 ½ Stunden Stubenhocken im Sommer die Warnung vor der Ozonbelastung kommt, im Winter die zusätzliche Wolkendecke, die zu der saisonal bedingten Depression, SAD, führt. Über die depressive Grundbefindlichkeit mit Schlafbedürfnis und chronische Müdigkeit (im Gegensatz der endogenen Depression) führt Bewegungsmangel sowie der Heißhunger nach Süßem und tryptophanbildendem Kakao zu Fettsucht. Aggressiv werden breitere Sitze in öffentlichen Sitzungssälen und Flugzeugen gefordert, statt das eigene Fehlverhalten zu hinterfragen und abzunehmen. Interessant ist auch, dass wenig über den Zusammenhang von Antriebsmangel, Zerstreutheit und Hyperaktivität vor allem der heranwachsenden männlichen Jugendlichen und dem Konsum von östrogenhaltigem Trinkwasser bekannt ist (ein Aufklärungsthema für den kritischen Journalismus).

Das Pillenhormon  wird im weiblichen Organismus nicht abgebaut, so dass das Östrogen über die Ausscheidung in den Boden, das Grundwasser und das Leitungswasser gelangt. Die weibliche Bevölkerung wird hierdurch gedopt, der Testosteronspiegel sowie die Spermienzahl der Männer gesenkt.
Wie Umweltfaktoren auch das Verhalten der Bienen beeinflussen, erzählte mir ein Imker, der mich als Patient besuchte. Um Waldhonig zu gewinnen, hatte er seine Bienenkörbe in das untere Nagoldtal verfrachtet. Im Herbst stellte er beim Schleudern des Honigs fest, dass die Bienenvölker unruhiger schwärmten und außergewöhnlich häufig stachen. Vor allem aber war der Honigertrag um die Hälfte vermindert. Die Nachforschung ergab, dass eine Hochspannungsleitung dieses Phänomen verursacht hat. Es ist – wie bei einem Besuch in Veitshöchheim zu hören war – inzwischen allgemeines Wissensgut der Fachhochschule für Obst- und Weinbau und der Imker.  Der direkte Bezug zum menschlichen ADHS liegt nahe, denn 13 % sind im Beruf nicht zu vermitteln und die Aktivität, besonders der Buben, erstreckt sich im Schulunterricht auf Nichthinhören und stören. 

Wie beeinflusst die chemisch-physikalisch veränderte Umwelt das Verhalten der Menschen?
Sie schonen sich körperlich zunehmend bis zur Faulheit, essen zuviel und Falsches, trinken Falsches und zu wenig, was nicht nur zu körperlichen Problemen wie Fettsucht, Hochdruck, Herzinfarkt, vorzeitige Gefäßalterung führt. Der bewegungsscheue Stubenhocker wird durch Sauerstoffmangel, mangelnde Abreaktion, falsche Ernährung mit zuviel Aminosäuren durch Fleischkost, Fettsäuren durch gesättigte Fette, Flüssigkeitsdefizit, negative Emotionen  und falsches, oberflächliches Atmen (Shioya) selbst sauer. Dabei ist eine Streitkultur, ein aggressiver Fahrstil, ein mangelnder menschlicher Kontakt und häufig eine Ichbezogenheit  bis zum Autismus („der Mensch wird zum Auto“) zu beobachten.

Die geistig-seelischen Folgen sollen durch eigenes Erfahrungsgut näher unterbaut werden. Die Streitkultur des übersäuerten Menschen soll am Beispiel von Wortinhalten sowie der vorherrschenden Moral verdeutlicht werden. Sie entseht, prägnant formuliert, aus der „normativen Kraft des Faktischen“. Die Merkmale des übersäuerten Menschen sollen nochmals systematisiert und verkürzt wiederholt werden.

Ähnlich wie der durch Erkrankung hirnorganisch Wesensveränderte wird der übersäuerte Mensch mehr und mehr wesensverändert, in der Antriebslage immer bequemer oder hektisch, motorisch unruhig, affektiv gereizt, explosibel, aggressiv, streitsüchtig, labil. Die neuen Forschungsergebnisse zeigen: Nicht nur durch einseitige und falsche Ernährung, Bewegungsarmut, auch durch Lärm wird der Mensch u.a. in seinem Sozialverhalten und moralisch verändert, im Denken oberflächlich, zerstreut, grundsatz-,  ziellos und ist ruhelos beständig mit dem Auto unterwegs. Für Abreaktion und Seinsbewusstsein (vergl.vor vielen Jahren Vortrag eines Freiburger Philologen im Rundfunk: „Ich fahre Auto, also bin ich“) spielt das Auto eine existenzielle Rolle. Auch wird die  Grundstimmung durch Übersäuerung lustlos, depressiv oder gar ausgebrannt (vergl. Null-Bock-Syndrom, Burn-out-Syndrom, Drogenabhängigkeit).

Wesensveränderung, Rechtfertigungsbedürfnis, Adaptationsverlangen, mangelndes Schuldbewusstein, neu verordnete Worte und der Bedeutungswechsel der Wortinhalte erklären die veränderte Sprache. Was sollen vor allem die Älteren mit Anglizismen wie „Job“, „Ticket“, „Top-Event“, „last noch least“? Sind sie eine kreative Kulturleistung, ein anonymes Kulturdiktat oder sind sie Ausdruck unseres Ver-rücktseins? Jedenfalls kann ich nicht verstehen, weshalb sinnvoll und sinnwidrig durch: „Es macht keinen Sinn“ = „ it makes no sense“ wörtlich ersetzt wird.

Besteht die neue Option (Möglichkeit) darin, dass wir uns immer mehr manipulieren lassen und allmählich zu Robotern werden? Sind wir noch mündige Bürger, die über sich bestimmen wollen und können oder wird uns die Meinung und unser Verhalten diktiert? Muss um jeden Preis Neues, Anderes geschaffen werden, Tradition und persönliche Identität als Ausdruck einer dekadenten Kulturentwicklung erstickt werden? Jedenfalls wurden durch Wertrelativierung und Wertumkehr gewisse Begriffe geradezu zu Fremdwörtern: Habgier, Sparsamkeit, Heuchelei, Betrug, Schuld, Sünde, Gebet, Frömmigkeit, Gewissen.  Wird durch das Antidiskriminierungsgesetz ein neuer moralischer Regelmechanismus in Gang gebracht? Das Kranke wird als gesund, das Perverse zum Normalen erklärt.

Abtreibung wird durch „Schwangerschaftsunterbrechung“ ersetzt. Warum klatschte der kritische Journalismus nicht Christa Meves Beifall, als sie schon vor 30 Jahren feststellte: „Pillenknick und Abtreibung führen zum Rentenproblem“. Das ist für den Journalismus kein Thema, obwohl hierdurch auch  das Immobilien-  und das Problem der fehlenden Arbeitskräfte erklärt wird. Über die wesentliche Erkenntnis des großen griechischen Arztes Hippokrates im 4. Jahrhundert v. Chr. „Wenn du nicht bereit bist, dein Leben zu ändern, kann dir nicht geholfen werden“ sollte meditativ  von uns nachgedacht werden. Bleibende Werte und damit Anker und Leuchttürme können wir in den Lebens- und Kulturkrisen aus der Vergangenheit schöpfen.

Der mangelnde Kontakt zum eigenen Ich und zum Mitmenschen führt konsequent zur sozialen Entfremdung und geistig-moralischen Orientierunslosigkeit oder Verwirrung. Statt von Selbstzerstörung, Narzissmus, Neurose oder pathologischen Entwicklungen zu sprechen, wird die Wirklichkeit verfälscht und von Selbstverwirklichung gesprochen.

Zunahme der Umweltkatastrophen, die drohende Klimakatastrophe, Zunahme der Kriminalität und Selbstmordrate, der Drogensucht und geistig-seelischer Erkrankungen sind Ausdruck der gestörten Harmonie eines egozentrisch-selbstbezogenen, übersäuerten, zunehmend gottlosen Menschen, der sich pathologisch bis zum Autismus entwickelt. Er hat konsequenterweise keine Beziehung zu transzendenten Werten und das Gebet ist für ihn überflüssig geworden.

Zwei eigene Beobachtungen, die mich zum Nachdenken brachten, sollen die Fehlentwicklung durch menschliches Schmarotzertum unterbauen.
Trotz beschwörender Worte von Umweltfachleuten, bestimmter Politiker oder der Kirchen, die Umwelt bewahren und schützen zu wollen: Energieverschwendung, vermeidbare Umweltbelastung durch Lärm. Was veranlasst uns – Ungeduld, Bequemlichkeit oder übertriebener Ordnungssinn – den Gartenababfall zu schreddern? Mikroben und Kleintiere würden sich freuen, wenn er auf dem reichlich vorhandenen Ödland deponiert würde. Über Jahrhunderte war dieser biologische Abbau üblich.

Als weiteres Beispiel  ist  die Fehlbewertung der menschlichen Würde anzuführen, indem die Muskelarbeit durch einen Laubsauger ersetzt wird. Dass die karzinogenen Abgase eines Zweitakters stundenlang hierbei eingeatmet werden und die Umwelt belastet wird, scheint Produzenten, Arbeitgeber oder Käufer nicht zu beunruhigen. Jedenfalls erinnere ich mich in diesem Fall an die Examensfrage meines Hygiene-Professors Sonnenschein, der darauf abhob, der Straßenstaub sei durch die UV-Strahlen weitgehend frei von pathogenen Keimen, der Beruf des Straßenkehrers also hygienisch risikolos. Statt Sauerstoffeinatmung und Abbau der sauren Stoffwechselschlacken durch Muskeltraining, Einatmung von karzinogenen Schadstoffen – seltsamer Fortschritt.


Der Teufelskreis – Beispiele aus einer 30-jährigen Beobachtungszeit in meiner internen Praxis

Es sind 3 beachtenswerte Beispiele:

1. Magnesium, das in fast der Hälfte der untersuchten Patienten trotz Substitution erniedrigt war und ein sedierendes und basischen Stoffwechsel erzeugendes Mineral ist.
2. Gewinnung von Fruchtsäften und Wein, belastet mit hochtoxischen Mykotoxinen als Ernährungsbeispiel.
3. Zusammenhang mit Amalgam als Co-Faktor für die Krebsentstehung

 

Erstes Beispiel: Magnesium

Am Beispiel des Elements Magnesium soll der Teufelskreis des schmarotzerhaften Eingreifens der Gattung Mensch in den natürlichen biologischen Kreislauf veranschaulicht werden. Magnesium wirkt entspannend u.a. auf die glatte Muskulatur der Schlagadern, der Herzkranzgefäße und bewirkt somit einen gewissen Infarktschutz, senkt den Blutdruck. Zentral sedierend ist es als Antistressmittel wirksam. In der von Hektik, Anspannung, Unruhe, Lärm und Übersäuerung geprägten gesellschaftlichen Atmosphäre nimmt der Disstress zu. 50 % der Menschen erleiden einen Herz-Kreislauftod. Daher ist es geradezu von tragischer Ironie, dass gerade dieses Mineral vermindert von den Pflanzen aufgenommen wird. Es wird durch das Schwermetall Cadmium im Klärschlamm sowie durch die Ansäuerung des Bodens durch CO2 und SO2 gebunden und kann nicht resorbiert werden. Die Vitalstoffe nehmen nach Prof. M. Hoffmann ohnehin laufend in den pflanzlichen Nahrungsmitteln zum Nachteil für das Immunsystem der Pflanzen und des Menschen ab. Bei einseitiger Ernährung mit zuviel Zucker, Amino- und Fettsäuren von Fleisch und Fetten und Genussmitteln wie Kaffee wird der Organismus übersäuert. Eine potenzierende Wirkung haben hierbei der Magnesiummangel und negative Gedanken und Emotionen. Durch saure seelische Reaktion kommt es auch zur Übersäuerung des Körpers (Heine). Eine wesentliche Folge von Azidose und Stoffwechselschlacken ist auch die verminderte Fließfähigkeit des Blutes. Die roten Blutkörperchen nehmen eine Geldrollenform an, sind starr und verschließen dadurch die kleinen Blutgefäße. Dieser pathogenetische Zusammenhang erklärt auch die Wirksamkeit von Strophantin (Strodival). Dieses Stoffwechselmilieu ist auch der ideale Nährboden für Parasiten. Nach Prof. Enderlein stellen die mikrobiellen Parasiten eine Vorphase der Krebsentstehung dar. Dem sauren äußeren Terrain in der Natur entspricht also logischerweise die Stoffwechselsituation und – reaktion.

In einer durch Angriffs- und Verteidigungsbereitschaft geprägten Kulturlandschaft  wird durch den Mangel an Magnesium das Stressverhalten und die Erkrankungsbereitschaft gefördert.  Saurer Regen und saurer Boden haben ihre Parallele in Ernährungs – und seelisch bedingter saurer Stoffwechselreaktion des Menschen. Für Stoffwechselkrankheiten und degenerative Gefäßerkrankungen, bakterielle Invasion durch Helicobacter im Magen, Chlamydienansiedlung in den Herzkranzgefäßen, bildet die Azidose das ideale Terrain.

Von 12 Krebskranken hatten bei Untersuchungen 1997 (Praxisaufgabe) 90 % eine Säurestarre. Aufgrund heutiger Literaturkenntnis wird die Krebserkrankung durch eine in 100% feststellbare Übersäuerung begleitet; der Krebserkrankung soll eine jahrelange Übersäuerung vorausgehen. Durch das parasitäre Verhalten des Menschen nehmen die Parasiten zu und führen als FSME oder Borreliose, wobei Letztere neuerdings nahezu durch jede Zecke übertragen wird, zu schwer erkennbaren und  behandelnden Erkrankungen. Es wäre fast zu formulieren: Der Aidserkrankung Afrikas entspricht bei uns in der Bundesrepublik die chronische Borreliose, eine unheimliche Erkrankung und vor allem die Übersäuerung.  

Im nephrologischen Krankengut des Caritaskrankenhauses Bad Mergentheim konnte  der leitende Professor (Kult) in den letzten 10 Jahren  wie in den USA eine Verdoppelung der Dialysefälle feststellen. Er führt dies auf eine Übersäuerung der Menschen des westlichen Kulturkreises zurück und mahnt zur Alkalisierung des Stoffwechsels: metabolische Azidose: Nierenschutz ist Säureschutz.

Zweites Beispiel: Apfelsaftgewinnung

An diesem Beispiel soll ein Hauptmerkmal der zivilisatorisch-kulturellen Entwicklung, nämlich der Qualitätsverlust  durch Lagerung und Fäulnis und die Vergiftung durch Patulin demonstriert werden.
Bei Äpfeln zur Süßmost- und Mostgewinnung wurden von unseren Vorfahren sorgfältig faule Stellen entfernt, völlig faule Äpfel aussortiert. Ich konnte beobachten, wie durch wochenlange Lagerung, zumindest bei Erntebeginn, viele Äpfel verfaulten, sie interessieren, braun oder schwarz verfärbt, noch nicht einmal die Amseln. Reichlich spät wurde das Obst in einem Container zur Saftgewinnung abtransportiert. Zu dem Schwund an Vitalstoffen, auch durch Stressbelastung, durch zu enge Pflanzung bei Obstbäumen und Gemüse, kommen nicht nur Überdüngung, Pestizide, Herbizide, Fungizide, mehr oder weniger toxische Konservierungsmittel, Geschmacksverbesserer, Farbstoffe und die Bestrahlung.  Das hitzebeständige Pilztoxin Patulin ist karzinogen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit ist es durch Pilzbefall der Trauben auch im Wein zu finden. Fachleute nehmen an, dass bei der Krebsentstehung die Ernährung ätiologisch bis zu 60 % beteiligt ist
Dem Äußeren entspricht das Innere: Delegieren an Genossenschaften, Konzerne, Modernisierung und Zentralisierung scheint mit einem Verlust an Qualität und Kontrolle einherzugehen, auch bei der Massentierhaltung. Statt sorgfältiger, verantwortungsvoller Arbeitsleistung des Einzelnen Ruf nach staatlicher Überwachung und Kontrolle: Niveauverlust und Regression ins Parasitentum.
Dies dürfte aber nur durch eine Renaissance antik-christlicher Werte, durch Wissens- und Gewissensbildung zu korrigieren sein.

Drittes Beispiel: Amalgam, Quecksilber und Selbstzerstörung

Das als Zahnfüllungsmaterial seit 1833 zuerst in den USA verwandte Amalgam (aktuelles Beispiel: Quecksilber aus dem Schamotteteil der Energiesparlampe) steht für die Relativität der menschlichen Erkenntnis und die Fragwürdigkeit sog. technischen Fortschritts, für Uneinsichtigkeit vieler Verantwortlicher und Korrekturstarre. Bekanntlich kommen schwedische Entscheidungsbehörden zu völlig anderen Resultaten wie unsere deutschen.

Die Mischung von 50 % flüssigem Quecksilber mit Legierungspulver aus Quecksilber, Zinn, Kupfer, Silber, Blei, Nickel, Cadmium führt bei vielen Zahnbehandelten zu schweren, teilweise irreversiblen Schäden zerebral, an Nieren, Leber, Milchdrüsen der Frau, zu Allergie und erhöhter Infektanfälligkeit durch Langzeitbelastung des Immunsystems. Es ist ein möglicher bis wahrscheinlicher Co-Faktor für die Alzheimer Erkrankung und Krebs.
Dieses toxische Depot im Mund ist auch für Daunderer ein wesentliches Umweltgift, das zur Krebsentstehung beiträgt. So hatten 90 % der von mir befragten 15 Krebspatienten 1997 Amalgamfüllungen im Mund. Kein Zufall. Hat doch der Bundesbürger durchschnittlich 12 Amalgamfüllungen im Mund. Quecksilber findet sich konzentriert im maligne entarteten Gewebe und wird – wie erwähnt – plazentar übertragen. Insofern kann es in der folgenden Generation auch zu hirnorganischen Wesensveränderungen in Form von Zappelphilippverhalten und Defizit an Konzentration führen. Es bindet Zink und Selen. Eine positive Korrelation besteht zwischen hoher Selenaufnahme und niedrigen Raten an dem weiblichen Brustkrebs, Dick- und Enddarmkrebs, was durch Tierversuche belegt wurde.  Die Elektrolytlösung Speichel, vor allem bei einem sauren pH-Wert, löst die Metalle – verstärkt bei heißen Speisen oder Getränken – führt zu einem elektrischen Spannungspotenzial, da die Metalle Katalysatoren sind. Vor allem bei Metallen mit verschiedener Wertigkeit ist eine erhöhte Antennen-, elektromagnetische Wirkung und Elektrolyse zu erwarten. Eine Beziehung der Zähne zu Körperorganen wird diskutiert. In nächster Nähe des elektrischen Potenzials befindet sich das Gehirn mit seinen Schaltzentren für den Körper. Hoch empfindliche elektrische Steuerungsmechanismen in Hypophyse u. Hypothalamus, die das Immun- und Hormonsystem beeinflussen, werden hierdurch elektromagnetisch gestört - ein zusätzlicher Grund für Erkrankungen und Wesensveränderungen.

Nach eigener Beobachtung in der Praxis, die durch Röntgenbilder dokumentiert wurde, wird durch zusätzliches Metall in anderen Körperregionen in Form von Ersatzprothesen, Metallversorgung bei Frakturen, Schrittmacher, Operationsdrähte, Schrauben und Clips, Uterusspiralen, neuerdings auch durch Piercings  das Immunsystem, zumindest bei einem Teil der Patienten, dauerhaft geschädigt.

Die Krebsentstehung wird begünstigt, lokal Knorpel- und Knochengewebe aufgelöst (Endoprothesen werden abgestoßen), gelegentlich eine Allergie ausgelöst. Der Teufelskreis schließt sich: saurer Speichel, durch Zucker, den Vitamin-B-Komplex-Räuber Zunahme von Karies, Scheinlösung des Problems durch die Amalgamzahnsanierung: anschließend häufig leidvolle Folgeerkrankungen.

Während meiner Zeit als wissenschaftlicher Assistent an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wurden von mir 2 Brüder über Jahre begutachtet. Sie waren zuvor in der ehemaligen DDR in der Thermometerfabrikation beschäftigt und anschließend in Wertheim. Die berufsgenossenschaftlichen Vorschriften wurden leider von ihnen beim Umgang mit Quecksilber zur Fertigung der Thermometer nicht allzu genau genommen, so dass als Folge einer chronischen Intoxikation eine 100%-ige Invalidität eintrat, gekennzeichnet durch Erethismus und Tremor mercurialis. Sie waren für mich das offene Erklärungstor für die möglichen Folgen einer chronischen Quecksilberbelastung durch Amalgamplomben. 

Nicht nur alternatives, selbstkritisches u. interdisziplinäres Denken und Handeln wird gefordert. Für Hildegard von Bingen steht im Vordergrund: „Die Seele der Therapie ist die Therapie der Seele“. Für sie sind Körper, Geist und Seele, Immunsystem, autonomes und vegetatives Nervensystem eine Einheit, wobei nach ihrer Ansicht letztlich Gott allein weiß, warum z.B. der Krebs in uns entstanden ist.
Eine neue Bewusstseinsbildung, ein „Entwurf für eine neue Lebensstrategie“ ist angesagt. Sie müsste über analytisches Erkennen, Weisheit u. Spiritualität zu einer neubelebten und beseelten Ethik führen, die die Harmonie des Menschen mit dem Geschaffenen und dem Schöpfer sucht. Unsere Hoffnung: Die Entfremdung des Menschen von seinem eigenen Ich dem Du gegenüber, der Schöpfung und gegenüber Gott ist nur durch die harmonisierende Macht und Kraft einer selbstkritischen Ursachenanalyse und Liebe zu überwinden.

Mit Absterben des Wirtsorganismus, der Erde, endet auch das Leben des Parasiten Mensch.

Hinweis: Obwohl von kompetenter Seite (Heine) durch Grundlagenforschung zur Grundregulation und extrazellulären Matrix belegt wurde, dass die Übersäuerung von 90 % der Menschen in den Industrieländern von enormer Bedeutung ist, nämlich die Ursache oder Begleiterscheinung von chronischen Erkrankungen, bei Krebs in 100% festzustellen, spielt sie für die Wissenschaft und die praktizierenden Ärzte keine Rolle. Urin-pH-Wert-Messungen sind kein Thema.
Bei Tausenden von Befundberichten, die ich von Patienten erhielt oder selbst schrieb, wurde innerhalb von 50 Jahren nicht einmal der Urin-pH-Wert erwähnt, auch nicht die Stoffwechselsituation metabolische Azidose, Übersäuerung. Durch dieses „schwarze Bildungsloch“ entstand ein unglaubliches „Erkenntnis- und Behandlungsloch“. Vor allem ist der Patient hinsichtlich der Bedeutung und Frage zu unterrichten: Wie erkenne und behandle ich meine Übersäuerung?

Literatur:

  • Das Krebshandbuch. Ganzheitlicher Therapieratgeber von A-Z.
  • Lebensmittelqualität. M. Hoffmann
  • Krank durch Amalgam von U. Hofmann, GeMUT-Verlag
  • Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit. K. Lorenz
  • Der Jungbrunnen des Dr. Shioya. Nobuo Shioya.
  • Nephrologie, Kompendium 2009. S. 33, Prof.Dr. Jürgen Kult
  • Prof. H. Heine Lehrbuch der biologischen Medizin (Grundregulation und Extrazelluläre Matrix, 2007, Heine)
  • Gifte im Alltag. M. Daunderer (Kieler Amalgamgutachten 1997, O. Wassermann, C. Alsen – Hinrichs)
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